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Diversity

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rheinmetall-Konzerns identifizieren sich mit einer unverwechselbaren Unternehmenskultur, die auf Vertrauen, professionelle Leistung, Initiative, Eigenverantwortung, gemeinsame Werte und gemeinsames Verständnis setzt, und arbeiten über funktionale, divisionale und nationale Grenzen hinweg partnerschaftlich zusammen.

Durch unsere internationale Geschäftstätigkeit sind in unserem Unternehmen Menschen vieler Nationen, Kulturen, Religionen und Lebensweisen beschäftigt. Sie formen nicht nur das Profil, das Ansehen und die Unverwechselbarkeit unseres Unternehmens, sie sind es auch, die in ihrem beruflichen Alltag den unterschiedlichsten Anforderungen unserer Kunden, Investoren, Lieferanten und anderer Anspruchsgruppen begegnen. In der Vielfalt unserer Mitarbeiter sehen wir einen strategischen Erfolgsfaktor. Sie macht uns attraktiv für Kunden und Bewerber. In dieser Vielfalt liegt ein großes Potenzial für das weitere Wachstum der Rheinmetall Group und eine Chance, die besten Talente zu gewinnen und zu halten. Mit Standorten auf sechs Kontinenten, Lieferbeziehungen in 146 Länder im Jahr 2017, 11.928 Beschäftigten im Ausland, 75 Expatriates sowie 70 bei Rheinmetall in Deutschland vertretenen Nationalitäten sind Internationalität und Diversity in der Rheinmetall Group schon lange Alltag und wichtige Faktoren dafür, dass wir in unserer weltweiten Geschäftstätigkeit trotz aller Verschiedenartigkeiten weiter gemeinsam erfolgreich sind.

Der Bereich Diversity soll in den nächsten Jahren in den Unternehmen der Rheinmetall Group weiter gestärkt werden. In einem ersten Schritt richtete der Vorstand von Rheinmetall Automotive eine neue Funktion „Diversity-Management“ ein, die in Personalunion auch für Rheinmetall Defence zuständig ist. Die Bereichsleitung wird von den Diversity-Beauftragten der sechs Divisionen unterstützt. Ein Schwerpunkt der Diversity-Aktivitäten ist eine angemessene Beteiligung von Frauen im Management.

Im April 2017 wurde für die Rheinmetall Group des Weiteren eine Diversity-Richtlinie verabschiedet. In den mit dem Europäischen Betriebsrat im Jahr 2017 verhandelten Grundsätzen der sozialen Verantwortung betonen die Parteien die Wichtigkeit der menschlichen und kulturellen Vielfalt für die Zusammenarbeit, für eine integrative und wertschätzende Unternehmenskultur und für den toleranten Umgang miteinander. Mit dem Beitritt von Rheinmetall zur Charta der Vielfalt e.V. im April 2017 unterstreichen wir, dass Diversity für uns kein Selbstzweck, sondern ein Baustein zur Stärkung unserer Innovationskraft und Internationalisierungsfähigkeit ist.

Frauen in Führungspositionen

Die Defence- und Automotive-Branchen sind traditionell von Männern dominiert, die im Rahmen ihrer Ausbildung bzw. ihres Studiums überwiegend technische oder naturwissenschaftliche Fächer wählen. Generell werden die Branchen Automotive und Defence von Männern bevorzugt. Daher ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen in unserem Technologiekonzern geringer als in anderen Branchen.

Der Rheinmetall-Konzern versteht die Beschäftigung von Frauen, insbesondere in Führungspositionen, als selbstverständlichen, aber auch als einen wichtigen und wesentlichen Bestandteil seiner Vielfalt und sieht dies als Chance zur Weiterentwicklung. Frauen im Management und in anderen Führungsrollen sollen künftig verstärkt gefördert werden. Bei der Besetzung offener Stellen sollen nach Möglichkeit primär interne Kandidatinnen und Kandidaten ausgewählt werden. Die Erfahrung zeigt, dass diese Personen im Durchschnitt länger und erfolgreicher für die Rheinmetall Group tätig sind und somit Fluktuationen in den Führungspositionen und die damit verbundene temporäre Disruption vermieden werden.

Daher werden mittel- und langfristig über die internen Nachwuchsförderungs- und Weiterbildungsprogramme verstärkt geeignete Frauen auf künftige Führungsaufgaben vorbereitet. Flankierend wird die interne Führungskräfteentwicklung den jeweiligen Vorgesetzten ambitionierte Ziele für die Teilnahme von geeigneten Frauen an diesen Programmen setzen. Offene Stellen sollen jedoch weiterhin ungeachtet dessen unabhängig vom Geschlecht mit der/dem fachlich und persönlich geeignetsten Kandidatin bzw. Kandidaten besetzt werden. Außerdem ist im Unternehmensinteresse bei Schlüsselpositionen im obersten Management personelle Kontinuität sicherzustellen.

Inklusion

Zum Jahresende 2015 lebten 7,6 Millionen Schwerbehinderte in Deutschland. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung betrug somit 9,3 %. Durch die zahlreichen Initiativen und Maßnahmen der letzten Jahre macht die Inklusion am Arbeitsmarkt Fortschritte. In deutschen Unternehmen arbeiten heute rund 1,2 Millionen Beschäftigte mit Schwerbehinderung, so viele wie nie zuvor. Auch wir fördern bewusst die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben und schaffen dafür die nötigen Rahmenbedingungen. Bereits 2002 haben wir in einer Rahmenintegrationsvereinbarung gemeinsam mit der Konzernschwerbehindertenvertretung wichtige Grundsätze und Integrationsziele formuliert.

Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlich eingeschränkte Beschäftigte sind bei Rheinmetall in das Arbeitsleben integriert und können ihre Fähigkeiten und Ideen voll einbringen. Im Vordergrund steht auch hier die Förderung vorhandener Stärken und Potenziale. Eine wichtige Voraussetzung hierfür sind der Art und dem Grad der Behinderung individuell angepasste Arbeitsplätze, die zu Arbeitsergebnissen führen, die denen von Kollegen ohne Behinderung in nichts nachstehen. Im Jahr 2017 waren in den deutschen Gesellschaften der Rheinmetall Group 457 Schwerbehinderte beschäftigt, die durch die Konzernschwerbehindertenvertretung repräsentiert werden.

Im November 2017 wurden zum ersten Mal ein Handlungsleitfaden für Menschen mit Behinderung in der Rheinmetall Group sowie ein flankierendes Schulungskonzept vorgestellt, womit die Weiterentwicklung behindertengerechter Standards gefördert sowie gesetzliche und betriebliche Vorgaben an allen Standorten der Rheinmetall Group mit gleichem Erfolg umgesetzt werden sollen, so dass ein positiver Beitrag zur Gleichbehandlung aller behinderten Beschäftigten im Konzern geleistet wird.