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Diversity

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rheinmetall-Konzerns identifizieren sich mit einer unverwechselbaren Unternehmenskultur, die auf Vertrauen, professionelle Leistung, Initiative, Eigenverantwortung, gemeinsame Werte und gemeinsames Verständnis setzt, und arbeiten über funktionale, divisionale und nationale Grenzen hinweg partnerschaftlich zusammen.

Internationalität und Vielfalt

Durch unsere internationale Geschäftstätigkeit sind in unserem Unternehmen Menschen vieler Nationen beschäftigt. Mit Standorten auf sechs Kontinenten, Lieferbeziehungen in 144 Länder, 12.624 Beschäftigten im Ausland (50,6 %) sowie 73 bei Rheinmetall in Deutschland vertretenen Nationalitäten sind Internationalität und Vielfalt in der Rheinmetall Group schon lange Alltag und wichtige Faktoren dafür, dass wir in unserer weltweiten Geschäftstätigkeit trotz aller Verschiedenartigkeiten weiter gemeinsam erfolgreich sind. Am Geschäftsjahresende 2018 besaßen 821 Beschäftigte unserer deutschen Gesellschaften eine ausländische Staatsangehörigkeit (Vorjahr: 769). Geschäftsführungen sind mit in- und ausländischen Führungskräften besetzt. Bei großen Projekten arbeiten multinationale Teams zusammen. Darüber hinaus wurden 2018 weitere 63 deutsche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ausländische Standorte des Konzerns entsandt (Vorjahr: 75). In der Vielfalt unserer Mitarbeiter sehen wir einen strategischen Erfolgsfaktor. Sie macht uns attraktiv für Bewerber. In dieser Vielfalt liegt ein großes Potenzial für das weitere Wachstum der Rheinmetall Group und eine Chance, die besten Talente zu gewinnen und zu halten.

Die Aktivitäten des 2017 zuerst bei Rheinmetall Automotive geschaffenen Bereichs Diversity, dessen Zuständigkeit im Jahr 2018 auf den Unternehmensbereich Defence ausgeweitet wurde, sollen in den nächsten Jahren in den Unternehmen der Rheinmetall Group stufenweise systematisch ausgebaut werden. Weiterbildungskonzepte und geplante Personalentwicklungsmaßnahmen zielen unter anderem auf eine angemessene Beteiligung von Frauen im Management ab.

Mit der Unterzeichnung der Grundsätze der sozialen Verantwortung im Oktober 2018 betonen die Parteien die Wichtigkeit der menschlichen und kulturellen Vielfalt für die Zusammenarbeit, einer integrativen und wertschätzenden Unternehmenskultur und des toleranten Umgangs miteinander. Das globale Rahmenabkommen enthält Regelungen für die Einhaltung von internationalen Menschenrechten, fairen Arbeitsbedingungen und Rechten der Arbeitnehmervertretungen. Die Inhalte der Vereinbarung wurden mit dem Europäischen Betriebsrat verhandelt. Vertreter der IG Metall und des internationalen Gewerkschaftsbunds IndustriALL Global Union waren über begleitende Beratungs- und flankierende Abstimmprozesse mit eingebunden.

Frauen in Führungspositionen

Die Defence- und Automotive-Branchen sind traditionell von Männern dominiert, die im Rahmen ihrer Ausbildung bzw. ihres Studiums überwiegend technische oder naturwissenschaftliche Fächer wählen. Generell werden die Branchen Automotive und Defence von Männern bevorzugt. Daher ist der Anteil von Frauen in Führungspositionen in unserem Technologiekonzern geringer als in anderen Branchen.

Der Rheinmetall-Konzern versteht die Beschäftigung von Frauen, insbesondere in Führungspositionen, als selbstverständlichen, aber auch als einen wichtigen und wesentlichen Bestandteil seiner Vielfalt und sieht dies als Chance zur Weiterentwicklung. Frauen im Management und in anderen Führungsrollen sollen künftig verstärkt gefördert werden. Bei der Besetzung offener Stellen sollen nach Möglichkeit primär interne Kandidatinnen und Kandidaten ausgewählt werden. Die Erfahrung zeigt, dass diese Personen im Durchschnitt länger und erfolgreicher für die Rheinmetall Group tätig sind und somit Fluktuationen in den Führungspositionen und die damit verbundene temporäre Disruption vermieden werden.

Daher werden mittel- und langfristig über die internen Nachwuchsförderungs- und Weiterbildungsprogramme verstärkt geeignete Frauen auf künftige Führungsaufgaben vorbereitet. Flankierend wird die interne Führungskräfteentwicklung den jeweiligen Vorgesetzten ambitionierte Ziele für die Teilnahme von geeigneten Frauen an diesen Programmen setzen. Offene Stellen sollen jedoch weiterhin ungeachtet dessen unabhängig vom Geschlecht mit der/dem fachlich und persönlich geeignetsten Kandidatin bzw. Kandidaten besetzt werden. Außerdem ist im Unternehmensinteresse bei Schlüsselpositionen im obersten Management personelle Kontinuität sicherzustellen.

Inklusion

Zum Jahresende 2015 lebten 7,6 Millionen Schwerbehinderte in Deutschland. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung betrug somit 9,3 %. Durch die zahlreichen Initiativen und Maßnahmen der letzten Jahre macht die Inklusion am Arbeitsmarkt Fortschritte. In deutschen Unternehmen arbeiten heute rund 1,2 Millionen Beschäftigte mit Schwerbehinderung, so viele wie nie zuvor.

Wir fördern bewusst die selbstbestimmte und gleichberechtigte Teilhabe und schaffen dafür die nötigen Rahmenbedingungen. Bereits 2002 haben wir dafür in einer Rahmenintegrationsvereinbarung gemeinsam mit der Konzernschwerbehindertenvertretung wichtige Grundsätze und Integrationsziele formuliert. Für die deutschen Gesellschaften der Rheinmetall AG wurde mit den Schwerbehindertenvertretern ein Handlungsleitfaden zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderung entwickelt, der vorsieht, mit der Konzernschwerbehindertenvertretung des Konzernbetriebsrats eine Vereinbarung abzuschließen, die konkrete Ziele für die Beschäftigung schwerbehinderter Personen beinhaltet. Das Integrationsamt Köln führte eine Schulung für Personalleiter und Schwerbehindertenvertreter durch, um die rechtlichenGrundlagen zu vermitteln und über Fördermöglichkeiten zu informieren.

Menschen mit Behinderungen oder gesundheitlich eingeschränkte Beschäftigte sind bei Rheinmetall in das Arbeitsleben integriert. Sie können ihre Talente und Fähigkeiten voll einbringen und ihr Können unter Beweis stellen. Im Vordergrund steht auch hier die Förderung vorhandener Stärken und Potenziale. Eine wichtige Voraussetzung hierfür sind der Art und dem Grad der Behinderung individuell angepasste Arbeitsplätze, die zu Arbeitsergebnissen führen, die denen von Kollegen ohne Behinderung in nichts nachstehen. Im Berichtsjahr waren in den deutschen Gesellschaften der Rheinmetall Group 555 Schwerbehinderte beschäftigt (Vorjahr: 457), die durch die Konzernschwerbehindertenvertretung repräsentiert werden.